Donnerstag, 14. Mai 2026
(Christi Himmelfahrt), 17.00 Uhr
Neuruppin, Klosterkirche St. Trinitatis
Niemöllerplatz 1, 16816 Neuruppin
Freitag, 15. Mai 2026, 17.00 Uhr
Waren (Müritz), Georgenkirche
Sankt-Georgen-Kirchpl. 1, 17192 Waren (Müritz)
Samstag, 16. Mai 2026, 17.00 Uhr
Kyritz, St.-Marienkirche
Johann-Sebastian-Bach-Straße 51,16866 Kyritz
„Blessed City, Heavenly Salem –
O Pray for the Peace of Jerusalem“
Konzert für Chor & Orgel
Charles Hubert Hastings Parry (1848 – 1918)
I was glad when they said unto me
Edward Cuthbert Bairstow (1874 – 1946)
Blessed City, Heavenly Salem
Arvo Pärt (*1935)
An den Wassern zu Babel
Louis Vierne (1870 – 1937)
Kyrie und Agnus Dei
aus „Messe solennelle“ op. 16
Pēteris Vasks (*1946)
Dona nobis pacem
Herbert Howells (1892 – 1983)
O Pray for the Peace of Jerusalem
Charles Villiers Stanford (1852 – 1924)
How Beauteous Are Their Feet
Ye Choirs of New Jerusalem
alternative Stücke im Programm:
George Rathbone (1874 – 1951)
Rejoice in the Lord always
Frank Lynes (1858 – 1913)
I was glad when they said unto me
Caspar Ett (1788 – 1847)
Blessed City, Heav’nly Salem
Tune “Oriel”
Harmonization: William Henry Monk (1823 – 1889)
Descant: Alan Gray (1855 – 1935)
Orgel: Stefan Kießling
Berliner Vokalkreis
Leitung: Johannes Raudszus
Wenn wir musizieren, betreten wir einen Raum, in dem sich Zeit und Ewigkeit berühren. In besonderer Weise gilt das für die Werke dieses Konzertprogrammes, die aus sehr unterschiedlichen kulturellen und musikalischen Kontexten stammen – und doch durch ein gemeinsames Thema miteinander verbunden sind: die Sehnsucht nach Frieden.
Der Konzerttitel – Blessed City, Heavenly Salem – O Pray for the Peace of Jerusalem – verweist auf zwei biblische Städte, zwei spirituelle Räume: das irdische Jerusalem, das Zentrum religiöser Hoffnung, aber auch politischer Spannungen, und das himmlische Jerusalem, das in der christlichen Tradition als Ort vollendeter Gemeinschaft mit Gott verstanden wird. Dazwischen steht der Mensch – fragend, hoffend, betend.
Die im Konzert erklingenden Werke – von Parry, Bairstow, Vasks, Pärt, Vierne, Howells, Stanford u.a. – vereinen Lob und Klage, liturgische Tradition und persönliche Meditation, festliche Pracht und schlichte Bitten. Einige entstanden für große kirchliche Anlässe, andere sind intime Reflexionen über Leid und Hoffnung. Was sie eint, ist ihre Verwurzelung in einem Denken, das Musik als Gebet, als Zeugnis, als Trost versteht.
In einer Zeit, in der das Wort „Frieden“ täglich in den Nachrichten auftaucht – und oft nur als ferne Utopie –, wollten wir nicht nur über Frieden reden, sondern ihn hörbar machen: als innere Haltung, als Bitte, als Vision. Diese Musik erhebt keine politischen Forderungen. Aber sie lädt ein zum Innehalten, zum Nachdenken, zum Gebet – und vielleicht zu einem neuen Hören auf die eigene Verantwortung.
Begeben Sie sich gemeinsam mit dem Berliner Vokalkreis auf die Suche in diesen vielschichtigen Werken nach Tiefe und Wahrhaftigkeit. Möge diese Musik auch in Ihnen etwas zum Klingen bringen, das bleibt!